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Deine Wechseljahre feiern

Die Wechseljahre sind ein Grund zum Feiern

Spätestens ab dem 50. Lebensjahr erlebt eine Frau ihre Wechseljahre.

In alten Überlieferungen und den Kulturen, in denen Menschen noch artgerecht zusammen leben, gab es die natürliche Einteilung in die drei Lebenabschnitte der Frau: Mädchen, Mutter und weise Frau.

Wichtige Momente des Übergangs in eine neue Lebensphase sind die Pubertät, mit dem Beginn der Monatsblutung und die Wechseljahre, mit dem Aussetzen der Monatsblutung. Die Übergangsphasen in diese neuen Lebensabschnitte wurden zeremoniell gefeiert.

Mit dieser Zeremonie mit anschließendem Fest wurde von der Lebensgemeinschaft gefeiert, dass für diese Frau jetzt ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Das machte es der Frau leicht, ein neues Leben zu beginnen.

In einigen Gegenden Afrikas soll die Stimme einer Frau nach den Wechseljahren genau so viel Gewicht haben, wie die eines Mannes. Sie muss nicht mehr ihre Kraft hergeben zur Bildung von Blut, das sie während der Monatsblutung verloren hat, oder für neues Leben.

Symptome der Wechseljahre

Die Wechseljahre sind in drei Phasen unterteilt und dauern insgesamt etwa 15 bis 20 Jahre. Also hat man als Frau allen Grund dazu, diese Phase nicht negativ zu belegen, sondern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu genießen.

Als erstes Anzeichen, dass es bald soweit ist, verkürzt sich die Periode. Man blutet jetzt alle 14 bis 21 Tage, oft sogar richtig heftig. Danach beginnt sich der Zyklus zu verlängern, meist auf 35 Tage. Die Periode kommt jetzt immer unregelmäßiger, mal kürzer, mal länger, mal nach 14 Tagen, mal nach 5 – 6 Wochen.

Sobald die Monatsblutung einen Zyklus lang ausbleibt, freuen sich viele Frauen schon, dass ihr „Tribut für die Arterhaltung“ nicht mehr gezahlt werden muss. Aber nicht selten kehrt die Monatsblutung wieder zurück, bevor sie dann vollständig ausbleibt.

Ist die Periode mindestens ein Jahr lang ausgeblieben, kann man vom Ende der Wechseljahre ausgehen.

Beschwerden in den Wechseljahren

Da die Wechseljahre von Hormonen gesteuert werden, besser gesagt von dem Mangel an Hormonen, kann sich die Menopause auf den Körper und die Psyche der Frau auswirken.

Typische Symptome der Wechseljahre sind:
  • Hitzewellen, bevorzugt Nachts
  • Depressionen
  • Inkontinenz
  • Schlafprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Reizbarkeit
  • Sexuelle Lustlosigkeit
  • Haarausfall
  • Trockene Haut
  • Schilddrüsenprobleme
  • Gedächtnisverlust
  • Brustprobleme

Ich kenne weise Frauen, die ihre Hitzewellen regelrecht genießen.

Andere Frauen widerum freuen sich darüber, dass sie all ihre Zeit und Kraft zurück bekommen, um ihr eigenes Leben zu leben. Sie müssen nicht mehr für andere leben, für ihre Kinder, Partner und Familie.

Nicht selten möchte eine Frau nach dem Ausbleiben der Menstruation noch einmal so richtig durchstarten und aktiv werden. Sie möchte endlich die Dinge in Angriff nehmen, für die sie vorher weder Zeit noch Kraft hatte.

Nicht wenige Frauen beginnen noch einmal eine neue berufliche Karriere oder machen sich selbständig. Ihre ganze Lebenskraft steht jetzt wieder der Frau allein zur Verfügung und wird von ihr oft als Zuwachs an Lebenskraft erlebt. Endlich kann eine Frau ihre eigene Energie wieder vollständig für ihre eigenen Interessen einsetzen.

Leider verhindert oft ein mangelnder innerer Reifeprozess, die fehlende Bereitschaft zu einer Veränderung und die kulturellen Zwänge, möglichst jugendlich zu wirken, diesem Entwicklungsprozess im Weg.

Pflanzen helfen während der Wechseljahre

Pflanzliche Nahrungsergänzungen sollen während der Wechseljahre das Gleichgewicht der Hormone unterstützen. Ich kenne einige Frauen, die schwören auf die Traubensilberkerze (Progesteron), die Wilde Yamswurzel (Progesteron) und Maca (Estradiol).

Andere Frauen bevorzugen Rotklee (Östrogene), Soja (Östrogene) und Frauenmantel oder die Homöopathie und Schüsslersalze. Die sanfte Entsäuerung und Entschlackung des Körpers unterstützt ebenfalls den Körper der Frau während dieser Phase.

Gegen Hitzewellen und übermäßiges Schwitzen trank meine Mutter früher regelmäßig Salbeitee. Kommt es zu Schlafstörungen, helfen Präparate aus Johanniskraut, Hopfen, Melisse und Baldrian.

Meine eigenen Wechseljahre

Ich habe mir meine Wechseljahre sehnlich herbei gewünscht, regelrecht herbei gebetet. Dabei wusste ich gar nicht, dass ich schon mitten drin war. Denn meine Menopause verlief völlig symptomfrei.

Ich wohnte damals noch in der eiskalten, windigen Eifel, wo man spätestens nach vier Monaten eiskaltes Winterwetter nur noch nach Wärme lechzte. Also freute ich mich auf die Hitzewellen. Aber sie kamen nicht.

Ein wenig fürchtete ich allerdings die hormonbedingten Depressionen, die zwei meiner Freundinnen stark getroffen haben. Sie konnten ohne einen Psychologen und die tägliche Einnahme von Psychopharmaka den Tag kaum überstehen. Beide haben sich aber auch geweigert einen Wechsel zu vollziehen. Es sollte alles und unter allen Umständen beim Alten bleiben.

Aber auch diese Sorge war unbegründet. Nicht nur ich habe einen Wechsel in ein großartiges, erfülltes Leben vollzogen und es ging mir im Leben selten so gut wie jetzt, nach dem Ausbleiben der Regelblutung.

Meine gesunde Lebensweise, die auch eine gesunde und ausgeglichene Psyche beinhaltet, hat sich also ausgezahlt. Ich bin auch kein Einzelfall, denn ich habe einige Freundinnen, deren Wechseljahre genau so verliefen wie meine – völlig symtomfrei. Auch sie achteten auf eine gesunde Lebensweise.

Das einzigen Symtome für unsere Menopause waren: Die Regelblutung blieb aus und wir fühlten uns nicht nur körperlich immer besser. Wir spürten einen regelrechten Zuwachs an Lebenskraft. Meine Mutter hat sich nach dem Ausbleiben ihrer Periode sogar sichtbar körperlich verjüngt.

Aber nicht nur die gesunde Lebensweise war ein gemeinsames Merkmal von uns, sondern wir hatten auch alle einen Wechsel der Lebensumstände vollzogen.

Für alle Frauen, die sich vor ihren Wechseljahren fürchten, habe ich im August 2015 folgenden Artikel geschrieben:

Ich will endlich meine Wechseljahre!

Jede Frau kann ihre Wechseljahre auch genießen

Ich war ja schon mein ganzes Leben lang etwas anders als andere Menschen. Aber was die Wechseljahre anbelangt, da bin ich wohl ein kompletter Einzelfall – oder?

Was immer man über die Wechseljahre hört und liest, so kommt es einem vor, als wären sie der blanke Horror für jede Frau.

Man findet unzählige Artikel darüber, wie Frauen physisch und psychisch mit diesem „schrecklichen“ Ereignis klar kommen können. Ob Depressionen, Hitzewelen oder Gewichtszunahme – man könnte als reife Frau das das eiskalte Grauen bekommen, was einem alles bevor steht, würde alles genau so zutreffen, was man es hört und liest.

Ja – man könnte meinen, die Wechseljahre wären eine ganz furchtbar schreckliche, unheilbare degenerative Erkrankung, der man unter großen Qualen erliegt.

Kein Wunder, dass bei einigen Frauen dann vermutlich der sogenannte Placebo-Effekt eintritt. Sie bekommen Beschwerden ohne Ende.

Unsere Kultur sieht die Wechseljahre nicht als eine natürliche Lebensphase der Frau, in der sie sich zur weisen Frau entwickeln kann, wie es in den artgerecht lebenden Kulturen noch üblich ist.

Komischerweise sind viele sogenannte Experten, die sich zum Thema Wechseljahre so wunderbar fachkundig äußern, meistens auch noch Männer – die optimalen Experten für die Wechseljahre!

In aller Kürze mein Problem mit den Wechseljahren

Ich will sie jetzt endlich einmal bekommen!

Denn ich will mit meinen mittlerweile 52 Jahren seit mehr als 20 Jahren keine Kinder mehr bekommen. Aber nichts passiert – noch nicht einmal erste Anzeichen dafür, dass meine Wechseljahre unterwegs sind.

Ich will endlich die meiner Meinung nach schönste Lebensphase einer Frau erleben, in der alle meine Kraft nur noch mir gehört und meine Kraft nicht mehr für die Fruchtbarkeit versaubeutelt wird, die ich momentan etwa genau so nötig brauche, wie dem Papst seine Eier.

Endlich Schluss mit dem monatlichen Rauf und Runter der Hormone, Eisprünge und monatliche Blutverluste und damit Kraftverluste, die wieder ausgeglichen werden müssen.

Wechseljahre sind auch eine Befreiung!

Wenn ich den Kraftzuwachs beobachte, den meine Freundinnen bekamen, sobald sie die Wechseljahre hinter sich hatten, wie sie regelrecht wieder aufblühten, ein neues Leben begonnen haben, dann frage ich mich: Wieso soll die Menopause so ein blanker Horror für jede Frau sein?

Für mich bedeutet sie Freiheit pur. Freiheit von Einschränkungen, Binden, Tampons, Verhütung, Blutflecken auf der Wäsche, monatlichen Hormonschwankungen und sinnlosen Blut- und Kraftverlusten.

Wenn ich Freundinnen in ihrer dritten Lebensphase befrage, ob sie wieder menstruieren wollen, kommt einstimmig die Antwort: „Nein – alles, aber nur das nicht mehr. Ich bin froh, dass ich die Menstruation los bin. Ich bin froh, dass ich sie endlich hinter mir habe.“

Bin ich jetzt nur mit kompletten Exotinnen zusammen? Oder wird uns Frauen bezüglich der Menopause einfach nur jede Menge Panikmache eingeredet?

Die Wechseljahrsprobleme einer meiner engsten Freundinnen waren: Die Menstruation setzte plötzlich von einem Monat zum anderen aus. Keine Hitzewellen, keine Depressionen, rein gar nichts.

Was soll daran bitte so furchtbar schlimm sein? Das einzige Problem war anfangs ihre Befürchtung, dass sie mit ihren 56 Jahren noch schwanger geworden ist.

Ich kannte sogar eine Kundin von mir, die ihre Hitzewellen regelrecht genossen hat und sich jedes Mal darüber freute, wenn sie kamen.

Wenn man mich fragt, was mir lieber wäre, Menstruation oder Hitzewellen, wäre meine Antwort völlig klar; „Her mit den Hitzewellen, wenn ich nur niemals wieder diese sch…. Bluteritis bekomme und den dadurch folgenden Kraftverlust, den ich um so deutlicher zu spüren bekomme, je älter ich werde.“

Panikmache Wechseljahre

Gebe ich bei Google den Suchbegriff „Wechseljahre“ ein, kommen ungefähr 1.080.000 Erbebnisse (August 2015). Aktualisierung: Heute waren es schon etwa 2,500.000 Ergebnisse (Mitte Juli 2020).

Nein – ich habe sie nicht alle angeschaut. Es ist ohnehin alles das Gleiche: Wie Frauen mit diesem schlimmen Ereignis der Wechseljahren klar kommen. Die Lösung ist sehr häufig: Künstliche Hormone schlucken – au weia.

Die einzigen Frauen, die tatsächlich Probleme mit den Wechseljahren hatten und an Depressionen litten waren Frauen, die das Alte, das Etablierte nicht los lassen konnten. Das waren Frauen, die nicht bereit für etwas Neues waren oder sich mit der überall propagierten „Jugendlichkeit“ oder dem Bild, wie eine Frau zu sein hat, identifizierten.

Also liebe Frauen, die ihr in dem Alter seid, in denen die Wechseljahre wie ein Damoklesschwert über euch lastet: Freut euch lieber drauf, denn hinterher seid ihr immer noch Frauen. Lasst euch nicht verrückt machen, glaubt den ganzen Horrormeldungen nicht, die ihr über die Menopause hört oder lest. Euer Leben geht weiter!

Sämtliche Frauen, mit denen ich bisher über die Wechseljahre gesprochen habe und es waren nicht gerade wenige, waren heilfroh, sie endlich bekommen zu haben und noch mehr froh, sie endlich hinter sich zu haben.

Wer als Frau in den Wechseljahren jetzt meint, man müsse Depressionen haben, sollte sich einfach darüber freuen, dass jetzt ein neuer Lebensabschnitt beginnt und lernen, das Alte im Leben loszulassen.

Also – Viel Spass mit den Wechseljahren! Ich werde sie feiern!

Aktualisierung: Das habe ich auch – zwei Jahre nach diesem Artikel. Und ich feier immer noch mein neues Leben.

Ein empfehlenswertes Buch zum Thema Wechseljahre und über die Chancen dieser neuen Lebensphase ist Weisheit der Wechseljahre. Dieses Buch handelt von der Selbstheilung, Veränderung und dem Neuanfang in der zweiten Lebenshälfte.

Mir persönlich hat das Buch meiner Lieblings-Autorin Lynn Andrews sehr weiter geholfen, einen Wechsel in ein wundervolles, erfülltes Leben zu vollziehen. Dieses Buch heißt Aufbruch in ein neues Leben.

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